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„Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven Menschen, das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist; je nach dem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.“
(Zitat: Astrid Lindgren ; Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Dt. Buchhandels)
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 Das Thema Gewalt und Aggression unter Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren zunehmend ins Zentrum der Öffentlichkeit gerückt. Die Kinder- und Jugendkriminalität und die Anzahl sozial auffälliger Kinder entwickelt sich seit 15 Jahren deutlich nach oben. Ca. 2% der Kinder sind aufgrund ihres impulsiven und aggressiven Verhaltens gefährdet - und gefährden andere. Dies erschwert nicht nur zunehmend die pädagogische Arbeit an Schulen und in Kindergärten und die Erfüllung des Bildungsauftrages, sondern verlangt das Nachdenken über neue Wege beim Umgang mit diesen Problemen im schulischen Alltag.
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Wie funktioniert „Faustlos“ ? |
 Das Kollegium der Astrid-Lindgren-Schule hat sich schon im Jahr 2002 mit dem Präventionsprogramm „FAUSTLOS“ beschäftigt und beschlossen, es in die alltägliche Unterrichtsarbeit einzubinden. Mit diesem Programm sollen beispielsweise Fähigkeiten wie Umgang mit Ärger und Wut gelernt werden, aber auch das Sich-In-Andere-Einfühlen. Das vermindert aggressives Verhalten.
Das Programm ist systematisch aufgebaut und umfasst 51 (in der Vorklasse 28) Lektionen. Die hohe Effektivität dieses Programms wird in Erfahrungsberichten und wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Bis zum Beginn des 4. Schuljahres sollte das Programm – wenn man ca. eine Stunde pro Woche dafür aufwendet – durchgeführt worden sein. Es besteht aus Bildmaterialien mit ausführlichen Anleitungen für die Lehrenden, die bestimmte Situationen thematisieren. Diese Situationen werden besprochen und im Unterrichtsgespräch und in Rollenspielen aufgearbeitet. Dabei wird immer zunächst ein Empathietraining durchgeführt, d.h. die Kinder lernen, sich in andere hineinzuversetzen und Mitgefühl zu entwickeln. Es folgt dann ein Training zur Impulskontrolle, d.h. ganz konkrete Maßnahmen zur Steuerung des eigenen impulsiven Handels werden eingeübt. In der letzten Einheit geht es dann um den Umgang mit Ärger und Wut. Diese Dreiteilung wiederholt sich in jedem Schuljahr. Die Stunden wer-den in den beiden ersten Klassen aus dem Bereich Religion genommen, danach aus dem Bereich für Sachunterricht.
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 Die Lehrenden der ALS führen dieses Programm jetzt seit Jahren durch und sind davon überzeugt, dass sich die sozialen Kompetenzen der Kinder dadurch systematisch verbessern lassen. Gerne stehen die Lehrkräfte an Elternabenden hierzu für Fragen zur Verfügung oder zeigen konkrete Beispiele, wie dieses Programm aussieht. |
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Bildnachweis: madochab / photocase.com
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