Astrid-Lindgren-Schule

Hier erfahren Sie alles zu unseren Klassenstufen und dem Unterricht

Unsere Klassenstufen

Vorklassen

Klassengröße: 8 Kinder

In unseren 3 Vorklassen können Kinder ab dem 4. Lebensjahr aufgenommen werden, wenn ein Förderbedarf im Bereich Sprachheilförderung vorliegt. .

Zusammen mit den Eltern beraten wir im Verlauf des Vorklassenjahres darüber:

  • ob ihr Kind im Anschluss die 1. Klasse der ALS besucht
  • ob eine inklusive Beschulung an der zuständigen Grundschule möglich ist
  • ob eine reguläre (ohne Förderbedarf) Beschulung an der zuständigen Grundschule möglich ist
  • ob ein anderer Förderbedarf vermutet wird

In einem klar strukturierten und ritualisierten Tagesablauf werden in wechselnden Arbeits- und Spielphasen alle Sinne angesprochen. So wird neben der Vorbereitung auf schulische Inhalte vor allem die Sprache, aber auch die Motorik, die Wahrnehmung sowie das Arbeits- und Sozialverhalten individuell gefördert.

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Klassen 1 – 4

Klassengröße: ca. 12 Kinder

In der Grundstufe findet der Unterricht unter der Verknüpfung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und Sprachförderung statt. Unsere Schülerinnen und Schüler verfügen über sehr unterschiedliche (sprachliche) Lernvoraussetzungen. Daher müssen Inhalte so strukturiert und aufbereitet werden, dass der Zugang zum Lerninhalt erleichtert und realisiert werden kann.
Strukturierung, Visualisierung und Differenzierung sind maßgebliche Methoden der Unterrichtsgestaltung.

Das macht unseren Unterricht aus

Die unterrichtsinhaltlichen Vorgaben für die Grundschule werden den sprachlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler angepasst und in einem sehr sprachanregenden und strukturierten Umfeld gleichzeitig zur Sprachförderung genutzt.
Dies geschieht durch allgemeine Prinzipien sprachheilpädagogischen Unterrichts sowie durch spezifische Sprachfördermaßnahmen.

Unsere Prinzipien im sprachheilpädagogischen Unterricht

Unterrichtsinhalte nach den Vorgaben der Grundschule

  • Anpassung des Unterrichtsinhalts an die sprachlichen Lernvoraussetzungen
  • Nutzung der Unterrichtsinhalte zur Sprachförderung

Prinzipien sprachheilpädagogischen Unterrichts

  • Lehrersprache als zentrales Mittel der Sprachförderung
  • Konsequente Verwendung der Lauthandzeichen beim Schriftspracherwerb
  • Vielfältige ritualisierte Sprechanlässe
  • Vorgabe von Satzstrukturen
  • Vereinfachung sprachlicher Komplexität
  • Visualisierungen
  • Handlungsorientierung

Spezifische Sprachförderbereiche

  • Förderung der Kommunikation, der Artikulation, des Wortschatzes, der Grammatik, des Sprachverständnisses und der auditiven Merkfähigkeit / Verarbeitung
     

Besonderheiten in den Unterrichtsfächern

Deutschunterricht
Aufgrund der besonderen Lernvoraussetzungen sprachbeeinträchtigter Kinder erhalten die Schülerinnen und Schüler der ALS eine Unterrichtsstunde mehr Deutsch als die Stundentafel der Grundschule vorsieht.
Beim Schriftspracherwerb erfolgt die Buchstabeneinführung mit Schwerpunkt auf der Hörwahrnehmung und phonologischen Bewusstheit. Die Arbeit mit Handzeichen dient als wichtige Merkhilfe bei der Laut-Buchstaben-Zuordnung. Als Unterstützung beim Leseerwerb achten wir auf den Einsatz der Silbenschrift.

Mathematikunterricht
Auch im Mathematikunterricht wird die Fachsprache (dazulegen, wegnehmen, addieren, subtrahieren, mehr, weniger) durch sprachheilpädagogische Prinzipien erfahrbar gemacht und durch Wortspeicher unterstützt.

Sachunterricht
Im Sachunterricht legen wir hohen Wert auf Handlungsorientierung sowie Forschen und Entdecken – möglichst unter Aktivierung aller Sinne und der Begegnung mit dem Realgegenstand. Wenn es sich anbietet, werden zusätzlich Unterrichtsgänge durchgeführt.

Englischunterricht
Im Englischunterricht liegt der Fokus auf dem Hören und Sprechen der englischen Sprache. Es werden Begriffe und Satzstrukturen spielerisch geübt und durch Medien wie beispielsweise Audios und Lernvideos, das Hör-und Sprachverständnis trainiert. Durch Gesten und Mimik wird das Hörverständnis zusätzlich unterstützt.

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Besonderheiten über die Fächer hinaus

Digitale Medien
Unsere Klassenräume sind mit einer digitalen Tafel ausgestattet, so dass Lerninhalte multimedial dargestellt werden können. Zudem binden wir Tablets an geeigneter Stelle in den Unterricht ein. Ab der 4. Klassen haben unsere Schülerinnen und Schüler PC-Unterricht. Hier wird ihnen die Nutzung eines PCs nahegebracht aber auch über die Risiken bei der Verwendung von digitalen Medien aufgeklärt.

Das Medienbildungskonzept der ALS finden Sie unter diesem Link:
https://he.edumaps.de/42639/335736/89za877b0k/h5e28mn3v0

 

ETEP
ETEP ist ein pädagogisches Programm, das darauf abzielt, Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten zu fördern, indem es ihre Stärken betont und positive Erfahrungen sicherstellt. Es berücksichtigt die individuelle Entwicklung jedes Kindes und unterstützt sie dabei, soziale und emotionale Kompetenzen schrittweise zu entwickeln. Durch Schulungen von Lehrkräften und regelmäßige Anwendung des ETEP-Konzepts wird angestrebt, dass die Schülerschaft die nächsthöhere Entwicklungsstufe im sozial-emotionalen Bereich erreicht. Sprache und die sozial-emotionale Entwicklung verlaufen parallel. Bei Kindern mit sprachlichen Auffälligkeiten herrscht oftmals eine Diskrepanz zwischen dem biologischen und ihrem Entwicklungsalter. Gerade sprachbeeinträchtige Kinder benötigen auch aufgrund ihres Störungsbewusstseins eine besondere Stärkung ihres Selbstwertgefühls. Das ETEP-Konzept berücksichtigt diese Faktoren in ihrer Umsetzung. Unsere Schule plant deshalb das ETEP-Programm sukzessiv in allen Jahrgangsstufen bis zum Schuljahr 2026/27 umzusetzen.

Schulhund TOMTE im Unterricht
Reit-AG als Angebot

Tiergestützte Therapie

Tiergestützte Therapie im Unterricht nutzt speziell ausgebildete Tiere – bei uns der Schulhund Tomte– zur Förderung sprachlicher, emotionaler und sozialer Fähigkeiten.
Der Einsatz der Tiere erhöht Motivation, Aufmerksamkeit und Kommunikationsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Durch gemeinsame Aktivitäten wie Streicheln, Füttern, einfache Arbeitsaufträge oder Übungen zur Lautbildung entstehen natürliche Sprechanlässe. Gleichzeitig werden Selbstvertrauen, Stressabbau und soziale Kompetenzen gestärkt.

Ein weiterer fester Bestandteil im Bereich der tiergestützten Therapie stellt das Angebot der Reit-AG dar.

 

Förderstunden

Förderstunden werden parallel zum Unterricht angeboten. Kinder können einzeln oder in Kleingruppen gefördert werden. Die Schwerpunkte der Förderung richten sich nach aktuellen Unterrichtsthemen und/oder nach den individuellen Förderplänen.

Ab dem 2. Halbjahr findet in den Vorklassen ein zweistündiges Förderband statt. Hier werden die Schülerinnen und Schüler über die drei Vorklassen hinweg nach Förderschwerpunkten eingeteilt.

Außerschulische Lernorte

Je nach Unterrichtsthema versuchen wir außerschulische Lernorte (z.B. Feuerwehr, Friedhof, Theater, Klärwerk usw.) auf, um neue Inhalte für unsere Schülerinnen und Schüler anschaulich und real greifbar zu machen.
In unseren Vorklassen steht beispielsweise der Wald durch einen wöchentlichen „Waldtag“ im Mittelpunkt.

Diese Erlebnisse bieten einerseits vielfältige Sprachanlässe für den weiteren Unterricht, andererseits stärken sie die soziale Kompetenz (wie Kooperations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit) eines jeden Kindes, sowie der Gemeinschaft. Deshalb zählen auch gemeinsame Stufen-/Schulausflüge, Jahreszeitenfeste in der Stadthalle und Klassenfahrten zu unserem Konzept der außerschulischen Lernorte.