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Klassen 1 – 4
Klassengröße: ca. 12 Kinder
In der Grundstufe findet der Unterricht unter der Verknüpfung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und Sprachförderung statt. Unsere Schülerinnen und Schüler verfügen über sehr unterschiedliche (sprachliche) Lernvoraussetzungen. Daher müssen Inhalte so strukturiert und aufbereitet werden, dass der Zugang zum Lerninhalt erleichtert und realisiert werden kann.
Strukturierung, Visualisierung und Differenzierung sind maßgebliche Methoden der Unterrichtsgestaltung.
Das macht unseren Unterricht aus
Die unterrichtsinhaltlichen Vorgaben für die Grundschule werden den sprachlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler angepasst und in einem sehr sprachanregenden und strukturierten Umfeld gleichzeitig zur Sprachförderung genutzt.
Dies geschieht durch allgemeine Prinzipien sprachheilpädagogischen Unterrichts sowie durch spezifische Sprachfördermaßnahmen.
Unsere Prinzipien im sprachheilpädagogischen Unterricht
Unterrichtsinhalte nach den Vorgaben der Grundschule
- Anpassung des Unterrichtsinhalts an die sprachlichen Lernvoraussetzungen
- Nutzung der Unterrichtsinhalte zur Sprachförderung
Prinzipien sprachheilpädagogischen Unterrichts
- Lehrersprache als zentrales Mittel der Sprachförderung
- Konsequente Verwendung der Lauthandzeichen beim Schriftspracherwerb
- Vielfältige ritualisierte Sprechanlässe
- Vorgabe von Satzstrukturen
- Vereinfachung sprachlicher Komplexität
- Visualisierungen
- Handlungsorientierung
Spezifische Sprachförderbereiche
- Förderung der Kommunikation, der Artikulation, des Wortschatzes, der Grammatik, des Sprachverständnisses und der auditiven Merkfähigkeit / Verarbeitung
Besonderheiten in den Unterrichtsfächern
Deutschunterricht
Aufgrund der besonderen Lernvoraussetzungen sprachbeeinträchtigter Kinder erhalten die Schülerinnen und Schüler der ALS eine Unterrichtsstunde mehr Deutsch als die Stundentafel der Grundschule vorsieht.
Beim Schriftspracherwerb erfolgt die Buchstabeneinführung mit Schwerpunkt auf der Hörwahrnehmung und phonologischen Bewusstheit. Die Arbeit mit Handzeichen dient als wichtige Merkhilfe bei der Laut-Buchstaben-Zuordnung. Als Unterstützung beim Leseerwerb achten wir auf den Einsatz der Silbenschrift.
Mathematikunterricht
Auch im Mathematikunterricht wird die Fachsprache (dazulegen, wegnehmen, addieren, subtrahieren, mehr, weniger) durch sprachheilpädagogische Prinzipien erfahrbar gemacht und durch Wortspeicher unterstützt.
Sachunterricht
Im Sachunterricht legen wir hohen Wert auf Handlungsorientierung sowie Forschen und Entdecken – möglichst unter Aktivierung aller Sinne und der Begegnung mit dem Realgegenstand. Wenn es sich anbietet, werden zusätzlich Unterrichtsgänge durchgeführt.
Englischunterricht
Im Englischunterricht liegt der Fokus auf dem Hören und Sprechen der englischen Sprache. Es werden Begriffe und Satzstrukturen spielerisch geübt und durch Medien wie beispielsweise Audios und Lernvideos, das Hör-und Sprachverständnis trainiert. Durch Gesten und Mimik wird das Hörverständnis zusätzlich unterstützt.
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Besonderheiten über die Fächer hinaus
Digitale Medien
Unsere Klassenräume sind mit einer digitalen Tafel ausgestattet, so dass Lerninhalte multimedial dargestellt werden können. Zudem binden wir Tablets an geeigneter Stelle in den Unterricht ein. Ab der 4. Klassen haben unsere Schülerinnen und Schüler PC-Unterricht. Hier wird ihnen die Nutzung eines PCs nahegebracht aber auch über die Risiken bei der Verwendung von digitalen Medien aufgeklärt.
Das Medienbildungskonzept der ALS finden Sie unter diesem Link:
https://he.edumaps.de/42639/335736/89za877b0k/h5e28mn3v0
ETEP
ETEP ist ein pädagogisches Programm, das darauf abzielt, Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten zu fördern, indem es ihre Stärken betont und positive Erfahrungen sicherstellt. Es berücksichtigt die individuelle Entwicklung jedes Kindes und unterstützt sie dabei, soziale und emotionale Kompetenzen schrittweise zu entwickeln. Durch Schulungen von Lehrkräften und regelmäßige Anwendung des ETEP-Konzepts wird angestrebt, dass die Schülerschaft die nächsthöhere Entwicklungsstufe im sozial-emotionalen Bereich erreicht. Sprache und die sozial-emotionale Entwicklung verlaufen parallel. Bei Kindern mit sprachlichen Auffälligkeiten herrscht oftmals eine Diskrepanz zwischen dem biologischen und ihrem Entwicklungsalter. Gerade sprachbeeinträchtige Kinder benötigen auch aufgrund ihres Störungsbewusstseins eine besondere Stärkung ihres Selbstwertgefühls. Das ETEP-Konzept berücksichtigt diese Faktoren in ihrer Umsetzung. Unsere Schule plant deshalb das ETEP-Programm sukzessiv in allen Jahrgangsstufen bis zum Schuljahr 2026/27 umzusetzen.
Außerschulische Lernorte
Je nach Unterrichtsthema versuchen wir außerschulische Lernorte (z.B. Feuerwehr, Friedhof, Theater, Klärwerk usw.) auf, um neue Inhalte für unsere Schülerinnen und Schüler anschaulich und real greifbar zu machen.
In unseren Vorklassen steht beispielsweise der Wald durch einen wöchentlichen „Waldtag“ im Mittelpunkt.
Diese Erlebnisse bieten einerseits vielfältige Sprachanlässe für den weiteren Unterricht, andererseits stärken sie die soziale Kompetenz (wie Kooperations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit) eines jeden Kindes, sowie der Gemeinschaft. Deshalb zählen auch gemeinsame Stufen-/Schulausflüge, Jahreszeitenfeste in der Stadthalle und Klassenfahrten zu unserem Konzept der außerschulischen Lernorte.




